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Mobbing - Lösungswege ?! (1 Viewer)

Lime

Meet-Teens Beauty Queen 2018
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fay:
Mobbing ist zur Zeit ja wieder mal ein sehr präsentes Thema im Forum. Außerdem läuft zeitgleich in den USA der Film "Bully" an. (youtube kennt den Trailer
)
Deshalb haben Garniemand und...
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Meet-Teens Beauty Queen 2018
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garniemand:
Zitat von IronButterfly
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Das opfer kann sich einfach ein Springmesser kaufen oder einen Taser
ja, aber sobald es damit das haus verlässt verstößt es gegens waffg. und bekommt damit noch ein paar "bullys" in blauen uniformen dazu. beim springmesser unter umständen sogar ohne das haus zu verlassen, wenn du eines meinst, das wirkich einfach per knopfdruck und federmechanismus aufspringt.

davon abgesehen... kennst du den spruch "bring niemals ein messer zu einer schießerei mit"?
wer gemobbt wird, ist allermeistens stark in der unterzahl, und kann mit messer oder taser auch nicht umgehen. also verliert er wenns hart auf hart kommt doch, nur das die anderen evt. rumliegende steine, stöcker und ähnliches aufsammeln oder sein messer gegen ihn verwenden. außerdem wäre unter umständen die notwehrsituation nichtmehr gegeben, wenn das opfer bewaffnet ist. und unser toller staat liebt es doch aus opfern täter zu machen, bei bedarf kann ich da gerne eine entsprechende linksammlung sowohl zu waffg-paragrafen als auch entsprechenden opfer-täter-verdrehungen nachreichen. so oder so sollte jedem klar sein das es nur in ausnahmefällen gut geht, die situation eskalieren zu lassen.

aber ja, zum eigentlichen:

Zitat von Fay
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Nur - was kann man und sollte man tun?
keine pauschallösungen einfach anwenden, sondern sich mit der jeweils individuellen situation beschäftigen.
- Was sind mögliche Strategien für die Opfer?
je nach charakter, vorgeschobenem mobbing-grund (äußerlichkeiten, verhalten?), sozialem umfeld (einzelgänger? freunde? familie? randgruppenzugehörigkeit?) und art des mobbings (psychisch, physisch?) halt angepasste begegnungen. was man allerdings nie machen darf ist, den mobbern das gefühl zu geben das sie erfolg haben, das sie gewinnen. also entweder über ihre beleidigungen mitlachen und entsprechend kontern (das kann man üben), sie so gut es geht ignorieren oder ähnliches. sobald mobber erfolg wahrnehmen, wird es umso schwerer dort wieder hinauszukommen. unter umständen sind sogar "gegenangriffe" sinnvoll, um den zusammenhalt der mobbergruppe zu zerstören. steht der anführer erstmal richtig dumm da, möglicherweise vom opfer verbal so hinmanövriert... da ist das opfer auf einmal egal, und hat sich evt. zumindest vom großteil der gruppe sogar etwas respekt verschafft. hängt aber vom einzelfall ab, inwieweit das sinnvoll ist. eine körperliche eskalation sollte man auf jedenfall vermeiden, da wird die gesamte gruppe einander beistehen, und selbst wenn man gewinnt, sinnen alle gemeinsam nach rache. selten sinnvoll.
- Was können Freunde/Angehörige der Opfer tun?
das opfer vor allem mental unterstützen, je nach anzahl/zusammenstellung der gruppenmitglieder auch durch präsenz. aber situationen vermeiden, in denen solche unterstützung nur als schwäche des opfers bzw. eingeständnis einer niederlage interpretiert werden kann. so als beispiel: big bang theorie, wenn sheldon gemobbt wird, nützt es wenig seine mitnerds zu holen, die dann "ihr seid ganz gemein!" rufen sollen. da lachen sich mobber einfach schlapp und freuen sich über drei neue opfer. es kommt halt auf den auftritt etc. an... auf alle fälle aber können sie im hintergrund unterstützung und rückhalt bieten.
- Was ist "Autoritätspersonen" wie Lehrern beispielsweise überhaupt möglich?
das kommt hauptsächlich auf die autoritätsperson selbst, den mobber, deren verhältnis zueinander, wie viel macht die autoritätsperson wirklich hat und nicht zuletzt, wie alt der mobber ist. eltern haben ganz andere möglichkeiten als lehrer, ud wenns ganz mies kommt haben polizisten/gerichte etc. nochmal andere möglichkeiten, halt altersabhängig. dabei sollte man wieder im hinterkopf haben das ein "versagen" einer solchen autoritätsperson, also der fehlgeschlagene versuch das mobbing zu stoppen es unter umständen noch schlimmer macht, da sich die mobber daraufhin noch stärker fühlen. siehe simpsons... nelson, corney, bart... wenn einer von denen nen brief von der schule nach hause bringt, und? interessiert die nicht. viel mehr als das und mit erhobenem zeigefinger rumwackeln, evt. zum tafelwischen verdonnern können lehrer oftmals aber nicht tun, besonders nicht wenn sie nur erzählt bekommen, ohne es selbst gesehen zu haben. unter umständen haben die eltern da mehr einfluss, aber es kommt halt auf die familiäre situation an. nicht selten jedenfalls haben "autoritätspersonen" nur deswegen autorität, weil man glaubt, das sie die haben. wer das nicht glaubt, dem können sie auch kaum was anhaben. wobei das analog zu den mobbern selbst gilt. insofern ist die idee, eine "höhere macht" dazuzurufen eventuell mit vorsicht zu genießen, kann auch wieder nach hinten losgehen.
- Wie sieht das aus mit der Gesellschaft allgemein? Was kann jeder Einzelne tun?
weniger weggucken.
gilt mal so ganz allgemein. es sollte die regel sein, selbst einem völlig fremden in not erstmal zu helfen, anstatt einer ausnahme, für die man möglicherweise halbtot geprügelt wird weil alle anderen weiter weggucken. momentan wird mobbing in allen formen zwar nicht gesellschaftlich akzeptiert, wohl aber geduldet, indem es einfach von allen nicht direkt betroffenen ignoriert wird. jeder kümmert sich um seinen kram, und wundert sich wo die hilfe bleibt, wenn man selbst mal opfer ist. große reden schwingen wie uncool oder doof mobbing ist im mehr oder weniger anonymen internet oder meinetwegen auch mal in ner klassenstunde bringt nichts, worte ohne taten ist was für politiker
zivilcourage muss selbstverständlicher werden, dann wird auch automatisch öfter so gehandelt, weil man sich sicher sein kann nicht alleine damit dazustehen.
Und eventuell ist es sinnvoll, "mobbing ist doof" nicht enfach nur nachzuplappern, sondern sich eine weile intensiv damit zu beschäftigen. nachgeplapperte parolen werden schnell über bord geworfen, lebenseinstellungen nicht. aber die transfusion ist nicht unbedingt leicht, und muss bereits in rel. früher kindheit erfolgen, da mobbing selbst meist mit der pubertät anfängt/ernsthaft wird. bis dahin muss "mobbing ist doof" aber bereits so tief verankert sein, das keiner mehr auf die idee kommt.

- Was muss sich ändern?
bereits im kindergarten und in der grundschule muss der gedanke in kindern verankert werden und sich in dieser zeit, in der auch lehrer noch ernst genommen werden von den schülern um kleinste anzeichen in der richtung gekümmert werden. da heißt es zwar noch "ärgern" statt "mobben", aber der grundgedanke ist meistens ähnlich.
außerdem muss sowohl aus den köpfen als auch aus den gerichtssäälen diese "opfer zum täter machen"-mentalität verschwinden. im bahnhof wird ein mann von zwei anderen, bereits wegen schwerer körperverletzung vorbestraften zusammengeschagen, schafft es loszurennen, wird von einem der beiden verfolgt, und rennt vor ein auto, tot. gerichtsurteil: selber schuld, er hätte ja nicht so rennen müssen (und sich lieber brav totschlagen lassen). solange sowas passiert, und solange sowas in medien etc. gezeigt wird, können noch so viele zivilcourageplakate etc. rumhängen. man muss als helfer ja angst haben vom schläger noch verklagt zu werden. ich zumindest hab da sehr wenig lust drauf... solange sich da nichts dran ändert, wird sich die gesellschaft auch wenig zum besseren wenden. und das fängt ja bereits bei den kindern an, da kann man als kleiner, schwacher kerl die tollsten schlägereien anfangen, und sobald ein lehrer kommt auf den nächstbesten größeren zeigen und "er wars" rufen. der bekommt ärger, man selbst ein eis. macht nicht wirklich sinn, finde ich.

Das ist jetzt alles nur, was ich mir so nach und nach zusammengereimt hab, wo ich glaube gewisse muster erkannt zu haben etc, leider war das entsprechende seminar dieses semester völlig überlaufen, das ich da nicht reinkonnte^^
ist also alles mit vorsicht zu genießen, und soll lediglich grobe einschätzungen liefern, da der individuelle lösungsweg nunmal imer vom individuum und der situation abhängt. spiegelt also nur das wieder, was in meinem kopf dazu so rumblubbert, keine musterlösung, und darf/soll gerne diskutiert werden.
 
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Enchantée:
Ich finde, dass Neuanfänge immer eine effektive Lösung sind. Ich sage mal so, wenn einmal gemobbt wurde, wird immer weiter gemobbt, und vermutlich würden die Mobber den ursprünglichen "Grund" auch gar nicht mehr wissen, wieso sie irgendwann mal damit angefangen hat. Das kann etwas Banales wie eine Zahnspange oder ein uncooles Paar Schuhe gewesen sein, was sich dann irgendwie hochgeschaukelt hat. Und irgendwo, an einem anderen Ort, an einer anderen Schule, würden solche Dinge gar keine Rolle mehr spielen. Ich habe es in kleinem Maße bemerkt, als ich auf die Uni gekommen bin. Zwar wurde ich nie gemobbt, aber als ich herkam, ganz allein, niemand kannte mich, konnte ich sein wer ich will. Die negativen Dinge, die früher mit mir assoziiert wurden, konnte ich einfach weglassen, ohne jemanden zu belügen. Denn solche Dinge basieren meist auf Missverständnissen. Ich würde in solchen Fällen einen Schul- oder Arbeitsplatzwechsel vorschlagen, denn ich bin der Meinung, dass sich solche Probleme dann mehr oder weniger von alleine lösen... Auch wenn es aufwendig ist, so ist es im Gegensatz zum gemobbt werden doch eher das geringere Übel.
 
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garniemand:
stimmt, flucht kann natürlich auch ne sinnvolle strategie sein.
zumindest für den einzelnen, im großen gesehen bestärkt das wiederum die mobber, die sich einfach jemand neues suchen, und so eine flucht halt als ultimativen sieg werten.
aber manchmal muss man egoistisch sein, und dann ist das eine möglichkeit, ja.

wobei man auch bedenken muss, das man speziell als schüler meistens nur rel. wenig distanz zwischen sich und die mobber bringen kann, ohne extreme schulwege in kauf zu nehmen. besonders, je ländlicher man wohnt.
außerdem geh ich mal von zunehmender vernetzung in jüngeren jahren aus, sodass solche hartnäckigen "gerüchte" und ähnliches sich per facebook etc. recht problemlos auch von einer schule zur nächsten verbreiten können. nicht so leicht, aber möglich, wenns nen dummen zufall gibt.
 
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Chuzpe:
Was gegen Mobbing hilft? Ein dicker Pelz und Redegewandheit. Wenn du den 'Täter' verbal in Grund und Boden stampfst, wird er sich das nächste Mal zweimal überlegen, wen er an die Karre pissen will.
 
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Skycatcher:
Zitat von Chuzpe
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Was gegen Mobbing hilft? Ein dicker Pelz und Redegewandheit. Wenn du den 'Täter' verbal in Grund und Boden stampfst, wird er sich das nächste Mal zweimal überlegen, wen er an die Karre pissen will.
So sehe ich das auch.

Ich denke, man sollte nichts gegen das Phänomen des Mobbings unternehmen (bla bla bla biologische Begründung der Selektion bla bla).
Man muss das eben durchstehen können.

Wer das nicht kann... Mh, tja. Pech. Klingt hart, ist aber meine Meinung.
Dann muss man eben aus dem Revier der Stärkeren fliehen. Klasse/Schule wechseln, etc.

Nur die Harten kommen in den Garten.
 
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Chronicle:
Im Grunde hat Skycatcher recht.
Es ist ein bisschen survival of the fittest.
Wenn man durch Mobbing nicht grade in extreme Depressionen und Sozialphobien getrieben wird, sondern es einen eher dazu ermuntert an seiner Schlagfertigkeit zu arbeiten, dann kommt man aus solchen Dingen stärker raus, als man reinging.
Das ist aber eine individuelle Sache.

Mitleid kriegt man geschenkt, Respekt muss man sich verdienen.
 
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fay:
Zitat von Skycatcher
Ich denke, man sollte nichts gegen das Phänomen des Mobbings unternehmen
... damit gäbe man den Mobbern das Recht weiterzumachen!

Da mag ich mich nicht anhängen.

Für mich sehr abartig ist in dem Zusammenhang, dass in unserer Gesellschaft das Hilfe holen so verpönt ist wenn es um psychische Gewalt geht. Sobald es aber an den Geldbeutel geht, wird verdammt laut geschrien.
Da darf der Junge in der Klasse ruhig permanent fertiggemacht werden, aber wehe, wehe jemand schmeißt (un)absichtlich an der Schule das teure Fahrrad um und die Lampe bricht ab...

Die Aussage, dass man dann halt einfach zu schwach ist und der andere das tut, weil er 'es halt kann', die trifft doch dann auf alles zu, oder?
Weil das Auto da stand, konnte es zerkratzt werden.
Das Portemonnaie verschwand aus der Jackentasche, weil der Dieb es draufhatte.
Der Kerl liegt nach dem Discobesuch im Krankenhaus, weil der andere verdammt schnell und sehr gezielt treten konnte.
Weil das Küchenfenster gekippt war, nahm der Einbrecher diese Einladung dankend an..
Nichts von alldem müsste passiert sein, wenn das Auto nicht da gestanden hätte, das Portemonnaie zuhause geblieben wäre, der Typ nicht in die Disco gegangen wäre, die Hausbesitzer das Haus nicht verlassen hätten oder zumindest alles zugesperrt hätten ...
Aber das sind immer Dinge für die sich eingesetzt wird, da holt man sich die Polizei und Anwälte zuhilfe.

Und hier wird geraten, dass Kinder/Jugendliche die psychisch angegriffen werden, einfach so tun als wäre nichts. Es wird direkt suggeriert, dass sie ja selbst Schuld sind.

Nicht jeder von uns ist 'redegewandt' und wenn ich mir vorstelle, wie jemand der aufgrund einer Sprachstörungen z.B. permanent gehänselt wird, jemand anderen verbal fertigmacht. Oh man!
Und selbst ohne Sprachstörung.. sowas muss man auch erstmal können. bzw. muss man das?

Hat man nicht eher das Recht darauf in Ruhe gelassen zu werden?


Um hier aber dem Thread mal gerecht zu werden hab ich ein paar mögliche Lösungsansätze.

Ich bin für die Einführung des Pflichtfaches "Erziehung" in der Schule. Das ist der erste und sicher einer der wichtigsten Schritte.
Ein Kind, das von Anfang an weiß, dass es, egal worum es sich handelt zu seinen Eltern kommen kann und ernstgenommen wird mit seinen Problemen, was dann auch im weiteren Verlauf lernt, dass auch Erzieher und Lehrer hinter ihm stehen, das hat ein verdammt stabiles Gerüst um zu wachsen.
Viele Erwachsene oder die, die sich dafür halten, sind aber nicht in der Lage so ein Gerüst zu bieten, weil sie nicht wissen wie das geht.
Und so ein Gerüst bedeutet nicht, wie mir heute jemand sagte, unselbstständig und nie erwachsen werden zu können. Es ist ein, wenn nicht sogar der wichtigste Baustein um stark zu werden.


Ich bin auch für die Durchsetzung der konsequenten Erziehung in Kindergarten und Schule, was bedeutet, dass jedes Kind von kleinauf lernt, dass ein Fehlverhalten Konsequenzen nach sich zieht.
Solange Kinder im Kindergarten (oder auch vorher schon) lernen, dass man sich maximal mit nem Handschlag und einem hingemurmelten von der Erzieherin erzwungenen "Entschuldigung, tut mir leid." aus jedem Mist rausziehen kann, der hat doch nichts zu befürchten und wird immer wieder bis an diese Grenzen gehen und sie immer wieder ausweiten.
Ein "Du kannst dich hier nicht benehmen, du störst die anderen, du tust ihnen weh.... DARUM darfst du nun hier nicht mehr mitspielen." zieht so unendlich viel mehr und ist tausendmal einprägsamer als so ein lascher Händedruck.

Jemand der auf dem Pausenhof permanent andere Kinder 'ärgert', der verbringt seine Schulpause in einem separaten Raum unter Aufsicht eines Lehrers.
Wer meint er müsse im Schulbus Mitschüler mobben, der darf auch gern mal zusehen wie er in der nächsten Zeit zur Schule kommt.


Es wird immer nur geredet und erklärt - bla bla bla - zu diesem Ohr rein, zum anderen wieder raus.
Es gibt unzählige Projekte gegen Mobbing. Selbstbehauptungskurse für Mädchen, Anti-Gewalttraining für Jungs an Schulen...
Irgendwann muss man aber doch mal sehen, dass das allein nicht wirklich etwas bringt.

Leider ist es so, dass dort wo ein Täter nichts zu befürchten hat, auch keine Änderung eintreten wird. Darum brauchen wir da ganz dringend ein Umdenken.



Ich bin jedenfalls nicht bereit, so wie einige hier, das Unrecht zu verteidigen!
 
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Koepfchen:
also ich finde im grunde ist der gemobbte in irgendeiner art und weise selbst schuld das er die mobber dazu treibt...
im menschen ist doch irgendwie drinne sich zu beweisen und andere schlecht zu machen um sich besser zu fühlen/sich darzustellen oder irgendwie so ähnlich...

nun wenn jemand selbstbewusst ist und dies auch zeigt.. egal wie man aussieht oder was für eine sprachstörung man hat... man wird respektiert... man wird wahrgenommen...
nun gibt es halt die menschen die nicht wirklich sich beweisen können und unter den anderen gestellt werden da sie sich 'anfangs' nicht verteidigen und es am immer mehr und mehr ausartet... der mobber bekommt ja keine konter und kann deshalb unbehelligt weitermachen...

ein beispiel war ein freund von mir... er wurde von einem mitsüler andauernd runtergemacht... bzw. verbal angemacht... als wir unserem feund mal gesagt haben er sollte sich verbal wehren... was dann auch tat war der mobber auf einmal still geworden...


wenn natürlich gemobbte alleine darstehen und ihn keiner weiterhelfen kann wird es schwierig... denn irgendwie ist es doch auch peinlich seinen eltern oder einem anderem erwachsendem zu sagen man wird gemobbt... es gilt ja nicht nur in der schule sowas gibt es ja auch an der arbeit oder sonst wo...
nun finde ich muss jeder selbst seinen 'rang' sich in der gesellschaft erarbeiten und verdienen...

man kann den gemobbten noch soviel helfen wie man will... irgendwann ist man halt mal alleine und muss eben selbst wissen wie man sich 'verteidigt' und akzeptiert wird...
somit finde ich kann man sie unterstützen aber sie müssen es selbst machen da es ja sonst nie aufhört sondern im gegenteil vielleicht noch schlimmer werden kann...

das so viele leute wegschauen ist einfach der egoismus in einem mensch... jenachdem wie groß er ist denkt man sich "warum soll ich helfen, es gibt ja noch genug andere"... "was kümmert mich das"

lösungsansätze sollten wie Fay beschrieben früh angesetzt werden... doch ich finde in irgendweinerweise ist es ja nicht möglich da es immer kinder geben wird die anders sein wollen, sich gegen alles stellen und es so hinnehmen...

das mobbing ist einfach in einem drinne... in jeglicher form denn ich glaube kaum das niemand sagen kann das er nicht lästert... auch wenn es hier nicht direkt an den mobbern ausgelassen wird ist es im eigentlichen sinne nicht 'fair'... dennoch tut man es um sich besser zu fühlen um anderen mal überlegen zu sein und luft raus zu lassen...

es wird immer mobber geben und gemobbte.. ich denke das ist einfach so... menschen sind auch einfach nur 'tiere'

(alles etwas chaotisch geschrieben aber vielleicht versteht man es)
 
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fay:
Wo sind deine Lösungsvorschläge gegen Mobbing?


Das was du geschrieben hast ist wieder ein Plädoyer für das Unrecht.

Genau darum sollte es hier in diesem Thread ja eigentlich nicht gehen. Sondern darum, was man tun kann.

Eine kleine Geschichte, so erlebt vor ein paar Tagen hier im Chat.

Ich unterhielt mich mit Garniemand über irgendetwas und wir kamen auf Pfefferspray (zur möglichen Verteidigung). Ich erzählte, dass ich welches habe, einfach um das Gefühl zu haben, mich evtl. doch wehren zu können, wenn ich angegriffen werde, denn weglaufen kann ich aufgrund meines verletzten Beines ja nicht.
Ich wurde ausgelacht. Die Vorstellung, dass ein Mensch, der an Krücken geht, körperlich angegriffen wird, ist 'lustig'.

Wie witzig es dann erst sein muss, wenn jemand verbal niedergemacht wird, mag ich mir gar nicht vorstellen..

Arme Gesellschaft!
 
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Homunculus:
Was sind mögliche Strategien für die Opfer?
Kein Opfer mehr sein. Das sucht man sich aus.
Was können Freunde/Angehörige der Opfer tun?
Mit mehr Selbstbewusstsein helfen. Extrovertiertheit fördern. Den Mobbern mit bei den Eltern petzen drohen. (Funktioniert meist. Die Scheißer sind oft so weil Papa oder Mama ein Arsch ist.
Was ist "Autoritätspersonen" wie Lehrern beispielsweise überhaupt möglich?
Wesentlich mehr als sie normalerweise leisten.
Wie sieht das aus mit der Gesellschaft allgemein? Was kann jeder Einzelne tun?
Das Problem ist allgemein ein Minderwertigkeitsgefühl und noch viel zentraler:
Fehlendes Selbst-bewusst-sein.

Wenn wir als Mensch mit Ansprüchen an uns selbst auf das Leben zugehen, Empathie fördern und wenn das nicht möglich ist: Menschlichkeit.
Was muss sich ändern?
Vielleicht sollte über den Verlust der Familie und der Tugenden reflektiert werden. Klar, dumpfe Moralpredigten sind recht seelenlos. Aber Gewisse Grundtugenden sollten vorhanden sein. Man kann andere nur so gut behandeln wie man sich selbst behandelt. Und wenn man andere aus der Liebe zu sich selbst ausklammert, kann man als Mensch nicht viel für sich selbst übrig haben.


Zitat von Toepfchen
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also ich finde im grunde ist der gemobbte in irgendeiner art und weise selbst schuld das er die mobber dazu treibt...
Es gibt keine Schuld.

im menschen ist doch irgendwie drinne sich zu beweisen und andere schlecht zu machen um sich besser zu fühlen/sich darzustellen oder irgendwie so ähnlich...
Man beweist SICH durch alles was man in der Welt tut. Grundsätzliche Misanthropie und Sadismus ist nichts universal Menschliches. Nur eine Persönlichkeit.

nun wenn jemand selbstbewusst ist und dies auch zeigt.. egal wie man aussieht oder was für eine sprachstörung man hat... man wird respektiert... man wird wahrgenommen...
nun gibt es halt die menschen die nicht wirklich sich beweisen können und unter den anderen gestellt werden da sie sich 'anfangs' nicht verteidigen und es am immer mehr und mehr ausartet... der mobber bekommt ja keine konter und kann deshalb unbehelligt weitermachen...
Keine Ahnung Mann. Man könnte dich ja mal in ein Bootcamp schicken und wir sehen wie du dich bei den anderen behauptest.

nun finde ich muss jeder selbst seinen 'rang' sich in der gesellschaft erarbeiten und verdienen...
Bist du ein Hund oder so?

das so viele leute wegschauen ist einfach der egoismus in einem mensch... jenachdem wie groß er ist denkt man sich "warum soll ich helfen, es gibt ja noch genug andere"... "was kümmert mich das"
Nope, das hat andere psychologische Gründe. Keine Lust es dir nun zu beweisen. Aber Menschen sind prosoziale Wesen.


Keine Lust den Rest zu lesen. Klingt als seist du selber ein Mobber und versuchst es zu rationalisieren. Oder du bist doof. Keine Ahnung. Zumindest ist was du schreibst nachweislich falsch
 
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garniemand:
Ich geh mal davon aus das du so keine ahnung hast was für Psychologische folgen mobbing hat da du sonst nicht so eine Scheise labern würdest

Blöderweise hat sie damit recht.

Und sie hat nicht gesagt, das es etwas gutes ist (wobei auch das in einem anderen thread ausführlich diskutiert wurde...)

es ist nichts neues, und es basiert größtenteils darauf, das die geschlechtsreif werdenden (oft männlichen) teile der herde "menschheit" sich einen möglichst hohen rang in der gruppe sichern wollen, was ihre fortpflanzungschancen stark erhöht.

dass das sogar immernoch zutrifft, sieht man daran das erstaunlich viele frauen/mädchen auf "arschlöcher" stehen, kommt aufs gleiche raus.

mobber = alphatier = guter partner für die paarung
gemobbter = unterstes ende = wird kaum jemals eine kriegen.

nun ist das ganze system bei den menschen etwas gekippt, weil wir uns höchsten in ca. 150 personen große gruppen zusammenschließen können (mehr dauerhafte soziale bindungen gehen bei den meisten einfach nicht), und diese 150 nicht "mein dorf" sind, sondern das jeweilige persönliche umfeld. so mag es angehen, dass der gemobbte mit einer zusammenkommt, die nichts davon weiß, oder sogar in einem anderen teil seines bekanntenkreises selbst weit oben steht.


alles etwas verworren und verzwickt, aber im endeffekt läuft es tatsächlich auf fishermen's friend hinaus.

als opfer darf man keine schwäche zeigen, und muss wo es geht stärke beweisen bzw. den mobber dazu bringen schwäche zu offenbaren. im endeffekt ist es nichts als ein kampf um die rangordnung. nur das menschen keine büffel sind, die mit den köpfen gegenanderrennen. meistens jedenfalls nicht. Nur setzt bei Menschen die Pubertät weit unterschiedlicher ein als bei den meisten anderen rassen, verläuft über einen längeren zeitraum, und paarungszeit ist immer. vor allem durch ersteres sind natürlich die, die früher nen hohen testosteronspiegel haben schnell im vorteil, schlichtweg weil sie anfangen und (oft) körperlich im vorteil sind.

wenn einem das bewusst ist, und man sich dann zB. vor augen hält, das ein 70cm großer minishetty-hengst manchmal nen höheren rang hat als ein 2.10m shirehorse, das den kleinen mit einem einzigen tritt ins nirvana (und 10m durch die luft) befördern könnte, spätestens dann sollte einem klar werden das man es selbst in der hand hat, was dagegen zu unternehmen.

neuen freundeskreis mit möglichst wenig überschneidungen aufbauen (selbst 1-2 reichen), daraus das wissen "ja, ich kann auch nicht abschaum sein" ziehen, und dem mobber dann, ob geistig oder körperlich gegenübertreten. oder sofern das möglich ist ihn schlicht ignorieren. gibt weniges, was einen mobber mehr stört als von seinem "opfer" ignoriert zu werden. denn dann wird er auf einmal lächerlich.
allerdings ist ignorieren eine wahre kunst... einmal etwas rausgerutscht, ein falsches zucken, einmal rotwerden, und er weiß, dass er doch trifft.

also doch.. sind sie zu stark, dann bist du zu schwach. entweder lieferst du ein gutes ziel, oder du lässt es einfach mit dir machen.
 
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Zitat von Gerrit Becker
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Zuerst sollte man sich auch klar machen ob man auch wirklich gemobbt wird. Wenn man hier und da einen blöden Spruch hört, dann ist das unter Teenagern etwas vollkommen normales.
Anfangs ist es identisch. Junge Menschen stochern aneinander herum, um herauszukriegen wie weit sie gehen können. Wenn sich ihr "Opfer" nicht wehrt, kann das eskalieren. Bei allen sozialen Interaktionen suchen sich die Menschen ihre Rollen selbst aus.

Hatte Ulli im Sport noch über den Carsten gelacht, weil der sich auf dem Stufenbarren total blamiert hatte, erwiderte Carsten nur "dafür sehen meine Haare nicht aus als würde ein Igel auf meinem Kopf Winterschlaf halten" und dennoch lachten beide und es schien niemand beleidigt zu sein...
Hätte er es aber nicht so sportlich gesehen und es mit sich machen lassen und Ulli ein wenig böswilliger gewesen, wäre da eine neue soziale Dynamik entstanden.

Sprüche kommen hin und wieder. Dabei muss man jedoch erst einmal unterscheiden lernen ob es ein gewollter Angriff auf einen war, oder eben nur... ein Spruch. Wenn sich diese Sprüche jedoch häufen, es scheint dass man immer das Opfer fieser Beleidigungen ist die wirklich unter die Gürtellinie gehen, dann sollte man sich trauen etwas zu sagen.
Bevor man sich an den Lehrer wendet, kann man den Mobbern allgemein sagen dass du das nicht okay findest. Vielleicht hielten sie selbst das alles nur für Spaß und sahen nicht wie sehr dich das verletzt hat. Machen sie aber dennoch weiter, dann sollte man sich an einen Lehrer wenden.
Ich mag fast wetten, dass du mal jemanden gemobbt hast und es überhaupt nicht gemerkt hast. Denn weißt du was alle Mobber sagen, wenn sie damit konfrontiert werden? "War doch nur ein Spaß." "Das machen wir doch auch mit Freunden." "Der sieht das viel zu eng." "Der soll einfach sagen, dass wir aufhören sollen." blablabla...
Und wenn sie informiert werden, dass es nun mal nicht cool ist und die Person das ggf. einfach nicht kann, fängt es nach einer Woche trotzdem wieder an.
Und weil mehrere Menschen da mitmachen, gibt es dann coole Sachen wie Verantwortungsdiffusion und Groupthink und es wird einfach schlimmer.

Nur weil du nicht der Meinung bist, dass es jemanden emotional schaden sollte, heißt das gar nichts. Das zeigt nur einen herben Mangel an Empathie und Intelligenz. Es gibt unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen psychologischen Hintergründen. Das zu ignorieren ist selbst für Teenager einfach dumm.

Ganz anders ist es bei Schlägereien. Manche werden ja sogar körperlich angegriffen, und scheinen gegen die geballte Gruppe ankämpfen zu müssen. Da hilft reden wenig, und dem Lehrer muss sofort gesagt werden was Sache ist. Ernste Drohungen die von der Schule gegen die Mobber ausgesprochen werden, könnten sie womöglich aufhören lassen.
Schlägerei impliziert, dass man sich wirklich wehrt/wehren kann.
Und wo ziehst du die Grenze? Wann werden z.B. Streiche zu heftig? Wenn die Unterhose nach dem Sport verschwunden ist? Wenn einem in das Schulheft gespuckt wird? Wenn einer jedes Mal wenn er den Mund in der Schule aufmacht dafür verbal misshandelt wird? Wenn jemand im Sport nicht richtig mitmachen kann, weil die anderen ihn zurückhalten? Wenn er einfach bestohlen wird? Wenn er gehänselt wird, bis er selbst austickt und handgreiflich wird, womit dann eine Gruppe einen Grund hat "sich gemeinsam zu wehren"?
Wie oft darf das passieren? Ist es egal, wenn jemand die Schule nicht betreten kann, ohne erwarten zu können, einen scheiß Tag zu haben?

Leider habe ich zwar nicht viel Erfahrung, aber was ich sagen will ist eben dass es sich manche zu einfach machen indem sie sagen "Die anderen sind schuld". Wenn man nichts sagt dann werden die anderen wohl weitermachen in dem Glauben "Wenn er es nicht mögen würde, hätte er längst was gesagt" ^^
Das sind die Ausreden. Die, die das meistens anzetteln, kommen meist selbst aus Familien/sozialen Umgebungen, wo sie selbst misshandelt werden.
Ich hatte mal einen, der es auf mich abgesehen hatte. Lange hab ich nicht begriffen wieso. Schlussendlich war es einfach, weil sein Vater ein Arsch ist, seine Mutter ein passiver Schwächling und ich selbst noch nicht gelernt hatte, dass Menschen entweder Empathie fehlt oder es ihnen einfach egal ist.
Es hat schlussendlich damit geendet, dass ich mit meinen Kumpels Druck zurückgegeben hab, ich mich selbst immer postwendend doppelt gewehrt hab und nachdem die Schule aus war, hat der nun irgendeinen scheiß Achtstundenjob ohne richtige Karriere und ich lasse mir dann indirekt von solchen Leuten das Studium finanzieren.
Karma ist eine Hure und sie diskriminiert nicht.
 
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Zitat von Gerrit Becker
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Ich will die Mobber nicht verteidigen, Mensch wo kämen wir denn da hin? D:
Alles was ich sagen möchte ist, dass es in einem gewissen Alter nunmal normal ist sich zu provozieren, wie du bereits richtig erkannt hast

Auch habe ich nicht behauptet dass es keine emotionalen Schäden mit sich tragen kann, aber was nutzt es direkt zu einem Lehrer zu gehen, wenn man doch mit den Mobbern selbst reden kann und ihnen sagt dass das was sie tun nicht richtig ist.
Also jemand vor dem sie überhaupt keinen Respekt haben und es schlussendlich halt doch genießen zu quälen, bittet sie etwas zu lassen, wovon sie selbst nicht mal richtig begreifen wie schlimm es ist?
Du implizierst gerade, dass in einer sozialen Konstellation eine Alpha-Persönlichkeit sich von einer Beta-Persönlichkeit belehren lassen wird, dass er sich wie ein wirklich schlimmer Mensch verhalten hat. Und du erwartest, dass das zieht?

Mobber reagieren darauf nicht. Wenn sich zwei Personen in einer solchen sozialen Dynamik mal eingesessen haben, braucht es wesentlich mehr um da wieder rauszukommen.
Der Punkt ist: Es ist entstanden, weil das Opfer nicht von Anfang an dagegen gehalten hat. Meist weil die Person einfach introvertiert ist oder davon ausgeht, dass das freundliche Gehänsel von selbst aufhören wird.

Denn wie gesagt, sie sehen es vielleicht nicht mit den Augen des Opfers und wissen nicht was sie damit in dem Opfer auslösen können.
Das geht aber so ziemlich allen Menschen so, die anderen Menschen schlimme Dinge antun. Kein gesunder Mensch quält einen Menschen mit bestem Wissen und Gewissen.
Und das ist der Punkt. Mobbern mangelt es an Wissen und minimalem Gewissen (sowas wie Tugenden).

Teenager sind in der Phase des Erwachsenwerdens und da ist es wichtig ein gewisses Selbstvertrauen aufzubauen, was meist aber auf Kosten anderer passiert.
Nicht in einem idealen Umfeld. Da haben es halt die Eltern vergeigt.

Manche Teenager sind so versessen darauf sich mit Ruhm zu schmücken, dass sie andere dadurch immer weiter diskriminieren. Das darf aber nicht passieren! Schließlich soll man einander immernoch respektieren. Und für mich wird nunmal da die Grenze gezogen wo man dem anderen nicht den Respekt erweist den er verdient, das heißt dass man ihm nicht böswillig schaden soll.
Ja? Das sind aber alles Erziehungsfragen.
Die besten Menschen die ich kenne, haben sich Selbstvertrauen verdient, indem sie Dinge erreicht haben.

Ich könnte nun auch sowas sagen wie "Homunculus glaubt dass ich ein Mobber bin/gewesen sei, er unterstellt mir dies und das und blablub..." aber das ist eben auch das was ich meine.
Mit Kritik sollte man wenigstens versuchen gut um zu gehen, und sich nicht gleich in die Opferrolle hineinflüchten in der einem alle nur Böses wollen. Dass andere oft nicht merken was sie in anderen auslösen soll keine Entschuldigung für alle Mobber dieser Welt sein, warum sollte ich sowas auch verteidigen? Aber ich denke wenn manche Leute sich trauen würden zu sagen dass ihnen etwas nicht gefällt, dann wird ihnen alleine dadurch schon geholfen, weil manche dann auch wirklich sehen was in ihnen vorgeht

Erstmal kritisieren Mobber nicht. Sie quälen. Das ist einfach so der Mini-Sadismus, den sozial zurückgebliebene Menschen halt haben. (Und das meine ich wie ich es sage, da Intelligenz mit dem Intelligenzalter berechnet wird und es durchaus sowas wie soziale/emotionale Intelligenz gibt).

Und ja, manche Menschen sollten sich wehren und es würde auch helfen.
Und ja, jeder trägt zumindest zu einem gewissen Maße eine Eigenverantwortung sich um sein eigenes Wohlergehen zu kümmern.

Doch das mindert um kein bisschen die soziale Verantwortung die wir haben. Wir können Stundenlang darüber reden, wie ein antisozialer Mensch ja durch seine Entwicklung und Erziehung und Biologie und sonst was einfach schlechte Karten im Leben ausgeteilt bekommen hat. Ethisch und rechtlich macht das jedoch keinen Unterschied wie hoch seine Verantwortung ist. Wir reden nicht von Geisteskranken. Wir reden tatsächlich nur von Arschlöchern.

Die richtige Antwort auf den Thread hier wäre also nicht, wie man sich gegen Mobbern wehrt oder wie man kein Mobber wird.
Thema ist wie immer, dass man sozial ist und wenn das nicht geht, zumindest sozial verhält.
Ich befürworte ja die Freiheit die wir in der Gesellschaft genießen und so. Dennoch finde ich, dass wir zumindest bei grundsätzlichen Tugenden durchaus mal ein bisschen stärker eine Etikette verlangen dürfen.


PS:
Ich kaufe dir nicht ab, dass du noch nie zumindest ein bisschen jemanden gemobbt hast. Zumindest ein paar mal in den Strudel der Gruppe mit eingefangen wurdest.
 
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Zitat von Sendrik
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Solange es menschen gibt,kann das böse im menschen auch nicht ausgemerzt werden,es ist ganz einfach.
Was ist denn "das Böse" im Menschen?

Mobbing opfer sollten sich einfach eine rauere schale zulegen hm?
Ja klar,ist ja auch total einfach.
Nein,im ernst,das können nur die wenigsten und man sollte dazu auch nicht gezwungen werden.
Man soll in der schule ja was lernen und sich nicht aufführen wie der letzte dreck.
Und sie sind auch nicht schuld.
Es sind die mobber.
Leben und leben lassen,man sollte sich nicht beweisen müssen um seine ruhe zu haben.
Wenn man anfängt die Verantwortlichen für das Verhalten von einem Menschen zu suchen, sind meistens alle irgendwie betroffen.

Schule wechseln bringt meistens auch nicht viel.
Es ist die persöhnlichkeit des mobbing opfers das andere zum mobben treibt,das heißt aber nicht das es schuld ist.
Wenn ich immer mit einer teuren uhr rausgehe,bin ich auch nicht schuld wenn sie mir immer wieder geklaut wird,das sind die täter.
Wenn du singend durch ein Ghetto läufst, trägst du absolut keine Eigenverantwortung?

Einmal habe ich mich tatsächlich,,härter''verhalten und auch eine weile tae kwon do gemacht.
Hat einige zeit funktioniert aber auf dauer konnte ich das nicht.
Das war einfach nicht ich,das passte nicht zu mir.
Selbsterhaltung gehört zur Natur des Menschen. Wie du das ausdrückst ist deine Sache. Schlussendlich kommt es aber darauf an, DASS du es irgendwie ausdrückst und möglichst nicht passiv. Hier kommt es halt darauf an, dass du die angewöhnst "fight" zu wählen statt "flight".

Es bringt nichts "härter" das gleiche zu tun wie immer. Das macht denen dann eher Spaß, wenn die Reaktion intensiver wird.

Was man machen kann?
Daheim bleiben.
Nicht in die schule gehen und nicht zur arbeit erscheinen.
Tja,das hört sich mekrwürdig an,aber einen zuverlässigeren weg gibt es nicht,außer,alle anderen menschen auszulöschen und das ist keine gute idee.
Das ist einfach selbstzerstörerisch.

Wenn es nach mir ginge hätten wir in jeder schule polizisten.
Dir ist schon klar, dass du Anzeige erheben kannst? Selbst wenn das nichts wird, bekommen deren Eltern davon Wind. Und Mobber haben 90% der Zeit eine scheiß Angst vor ihren Eltern.
Dokumentiere einfach alles auf eine offensichtliche Weise. Wenn nachgefragt wird, erklärst du ganz nüchtern, dass du Beweise für deine Anzeige sammelst. Auch wenn Lehrer nichts machen, geben sie meistens ganz gute Zeugen ab. Du musst sie nur informieren und von ihnen verlangen, dass sie auch alles dokumentieren was du ihnen erzählst.
 
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Zitat Zitat von Sendrik Beitrag anzeigen
Bei uns ist den eltern das ziemlich egal gewesen,folglich auch ihren kindern.
Drohte man damit die sache an die eltern heranzutragen,dann kam nur sowas wie,,glaubst ich scheiß mich jetzt an''?zurück.
Und die eltern waren dann meistens so drauf:ne das macht der nicht,war sicher ein missverständniss.
Oder:ist halt kein zuckerschlecken,der soll sich ruhig durchsetzen.

Soviel dazu.
Kenn ich alles. Die Eltern werden aber ganz schnell eingreifen, sobald die Polizei an der Tür klopft.

Wenn ich singend durch ein ghetto laufe,dann ist das sicher nicht gerade hilfreich wenn man in ruhe gelassen werden will.
Allerdings habe ich keinem was getan,brauch mir daher auch nicht die schuld zu geben.
Es geht nicht um Schuld. Schuld existiert nicht.
Es geht um Verantwortung. Und du trägst genau so Eigenverantwortung wie jeder andere Mensch soziale Verantwortung. Und wie deren Eltern eine Verantwortung tragen. Und deine Eltern. Und die Lehrer. Und deine Mitschüler.

Fingerzeigen bringt nichts. Vor allem nicht auf so subjektive Weise.
Das böse im menschen?
Jemanden runtermachen weil er anders ist.
Aus reiner schadenfreude streiche spielen.
Manchmal ist es auch der unterbewusste neid auf die andersartigkeit der betreffenden person.
Intrigen spinnen,sowohl in der schule als auch am arbeitsplatz.
In der politik genauso.
Das nennst du "böse"? Süß.

Wie auch immer du es nennen willst, es ist situationsabhängig. (Zimbardo und Milgram und so...) Wir haben einfach Verhaltensmuster und soziale Dynamiken. Siehe vorherige Posts.

Wenn du da was ändern willst, solltest du aufhören so zu tun als gäbe es irgendwo eine dunkele Macht die dich sabotiert und wegen der du ja doch nichts ändern kannst. Das ist ziemlich arm. Und ich finde, dass sich jemand der seiner Eigenverantwortung nicht gerecht wird auch nicht mit Fingern zeigen sollte.
Das liegt menschen im blut.
Immer den dicken markieren müssen.
Nenne es von mir aus instinkt,ich nenne es das böse im menschen.
Alle tragen es mit sich herum,nur kommt es nicht bei allen gleichermaßen zum vorschein.
Sorry, aber nein.
Menschen sind prosoziale Lebewesen. Eeeeeetliche Studien dazu.

Manchmal haben sie halt Verhalten gelernt, die sie zum Überleben haben. Das macht sie nicht "böse".
Das nächste was es beim Menschen an "bösem" gibt, sind Psychopathen/Soziopathen. Und die sind recht selten. (Wobei man solche Verhaltensmuster auch zu einem gewissen Grad lernen kann. In deiner Schule passiert das aber sicherlich nicht.)
 
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Lime Lime : Ist das Thema nicht falsch aufgehoben im Beautybereich?
 
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Homunculus:
Mindestens auf Augenhöhe stehen. Mobber zureden bringt selten was. Mit Konsequenzen drohen die man auch umsetzen kann und die dann auch passieren ist effektiver. Wie gesagt: Bullys sind meist Schisser was ihre Eltern angeht.
 
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Garniemand:
ok, "schisserfraktion" also abgehakt, sofern man deren eltern das problem glaub haft vermitteln kann.

denn da ist das nächste problem, eltern... sind in dem fall oft entweder aus der kategorie "aber mein kleiner engel würde sowas nie tun", oder aus der "ist ihm doch eh egal, was ich sag"-kategorie. letztere sind dann nicht die schisser, erstere schon manchmal. und wie vermittelt man solchen eltern das ganze entsprechend, sodass sie einem augenscheinlich völlig fremden glauben, das ihr vergöttertes kind eigentlich das gegenteil ist von dem, was sie denken?

besonders, wenn das mobbing zum größtenteil psychisch, ohne irgendwelche art von beweisen ist?


ach ja, weil ich das beim letzten post vergessen hab:
Zitat Zitat von Fay Beitrag anzeigen
Ich bin für die Einführung des Pflichtfaches "Erziehung" in der Schule. Das ist der erste und sicher einer der wichtigsten Schritte.
Ein Kind, das von Anfang an weiß, dass es, egal worum es sich handelt zu seinen Eltern kommen kann und ernstgenommen wird mit seinen Problemen, was dann auch im weiteren Verlauf lernt, dass auch Erzieher und Lehrer hinter ihm stehen, das hat ein verdammt stabiles Gerüst um zu wachsen.
Viele Erwachsene oder die, die sich dafür halten, sind aber nicht in der Lage so ein Gerüst zu bieten, weil sie nicht wissen wie das geht.
Und so ein Gerüst bedeutet nicht, wie mir heute jemand sagte, unselbstständig und nie erwachsen werden zu können. Es ist ein, wenn nicht sogar der wichtigste Baustein um stark zu werden.
da würde ich dir in der theorie rechtgeben, wenn es nicht die üblichen erziehungswissenschafts-probleme dabei geben würde.
am offensichtlichsten ist da wohl das problem, das man den erfolg oder misserfolg einer erziehungsmethode erst jahre nach deren benutzung sieht, bzw. nach jahrelanger benutzung. aber gleichzeitig muss die erziehung an die sich wandelnde gesellschaft angepasst sein, sodass das, was man in der schule lernt bis zu den eigenen kindern zu 80% vergessen, zu 70% überholt und zu 50% sowieso als blödsinn empfunden ist. jetzt al so rein geschätzte werte, sind ja eh subjektiv unterschiedlich^^
dann kommt noch dazu, das das, was in der schule unterrichtet wurde auch bereits wieder veraltet war. dazu die notwendigkeit, eine erziehung individuell anzupassen... außer ein paar grundregeln, auf die eigentlich jeder auch selbst kommen könnte, bzw. die mit dem mutter- bzw. elterninstinkt vorhanden sein sollten, wird da nicht viel bei rüberkommen.
da machen irgendwelche "elterngruppen" mit gemischten eltern, deren kinder meinetwegen 0-18 sind wesentlich mehr sinn. die informationen sind aktueller, persönlicher, und man kann das "ergebnis" der bemühungen ggf. selbst sehen, bevor man sich entscheidet ob man sich an die ratschläge hält.

naja... ich find erzwiss müll^^ von dem ganzen geblubber in der uni war pädagigisch alles zusammen nichtmal so wertvoll wie ein nachmittag MT... und das will schon was heißen, aber vllt. hatte ich bisher auch einfach pech mit meinen veranstaltungen da undso.
 
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Zitat Zitat von Garniemand Beitrag anzeigen
ok, "schisserfraktion" also abgehakt, sofern man deren eltern das problem glaub haft vermitteln kann.

denn da ist das nächste problem, eltern... sind in dem fall oft entweder aus der kategorie "aber mein kleiner engel würde sowas nie tun", oder aus der "ist ihm doch eh egal, was ich sag"-kategorie. letztere sind dann nicht die schisser, erstere schon manchmal. und wie vermittelt man solchen eltern das ganze entsprechend, sodass sie einem augenscheinlich völlig fremden glauben, das ihr vergöttertes kind eigentlich das gegenteil ist von dem, was sie denken?

besonders, wenn das mobbing zum größtenteil psychisch, ohne irgendwelche art von beweisen ist?
"Beweise" gibt meist mehr als genug. Und seien es Zeugen.
Meist braucht es dazu aber nicht wirklich groß Beweise. Wenn ein Kind auf mich zukommen würde und mir höflich erklärt, dass mein Kind ihn hänselt, würde ich zumindest zuhören.

Die eigenen Eltern werden wohl auch merken wie ernst die Lage ist und Lehrer/Mitschülern wird das ganze wohl auch nicht entgehen.
Zuletzt kann man ja nach wie vor die Polizei informieren. Sofern man da immer bei der Wahrheit bleibt, es nie eine Racheaktion wird und man alles im Rahmen der offensichtlichen Rechte macht, hat man kein Problem.

Was man NICHT machen sollte, ist dem Lehrer die Verantwortung zuschieben. Die sind a) meist inkompetent und b) haben ehrlich gesagt einfach nicht wirklich die Mittel da groß was zu machen.


Wenn es physisch wird: Wehren. Mit Haut und Zähnen. Ist vollkommen egal, ob man dann zusammengeprügelt wird. Man hat die Sache eskalieren lassen und das wird dann auf den Verantwortlichen zurückfallen.
Wenn es psychisch bleibt: Umso besser. Da hat man absolute Freiheit wie man damit umgehen kann. Und das ist wirklich etwas, was man lernen kann.
 

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