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Drogen sind verboten - Warum? (1 Viewer)

Liam

Gott
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21.05.18
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VIBCCA
Brauch ich alles nicht zu wissen, weshalb bestimmte drogen verboten werden sollen.
Sucht im generellen ist eher etwas destruktives. Von daher sollte sucht vermieden werden.
Entsprechend sind sucht fördernde stoffe schon im ansatz schädlich, selbst wenn einige wenige damit umgehen können oder vllt könnten. Und da die Erfahrung zeigt, dass die meisten das nicht können, sind solche stoffe verboten. Und jene wenige haben, die nicht süchtig werden (würden) haben das zu akzeptieren. Gibt sicher genug andere alternativen.
 

Tinker

As
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19.06.18
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173
Erstmal danke für deine Antwort, Tinker Tinker . Ich hab mal deine beiden Posts zusammengefügt.



Nein, braucht es nicht - aber es erleichtert es für diejenigen, die sich nicht auf sich selbst einlassen können oder versuchen, zu verdrängen - mich mit einbegriffen.



Hätte sie Aufklärung betrieben, dann sicher nicht schlechter. Denn Aufklärung heißt nicht, alles zu bejaen, sondern sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Und dazu gehört auch, niemals bei psychischen Problemen zu konsumieren, zumindest nicht ohne ärztliche Betreuung. Das ist nämlich ein riesiges Problem, welches wir haben. Leute konsumieren, die keinen Plan haben, worauf sie sich einlassen, weil die Öffentlichkeit sofort mit einer Antihaltung reagiert. Dann konsumieren sie aus jugendlichem Leichtsinn das erste mal und fragen sich "Yo, was wollen die denn alle?". Und dann konsumieren sie häufiger, ohne zu wissen, worauf man achten sollte (Dosierung, Konsumpausen, Kreuztoleranzen und Wechselwirkungen).



Das ist ein guter Beleg dafür, was ich gerade oben schrieb. Es sind aber dennoch kleine Gruppen. Und bei weitem nicht jeder Konsument ist Junkie. Es ist leider die Minderheit, die alle anderen in Verruf bringt, wie bei vielen anderen Themen auch. Es ist wie bei Alkohol, wenn ich mich selbst nicht unter Kontrolle hab, dann soll ich es lassen.

PS: Ich muss dazu sagen, ab Minute 7 wird es eigentlich erst logisch, was davor gesagt hat.
Ok, und wieso ist das so dass sich Menschen nicht auf sich selbst einlassen können? Liegt der Kern, vielleicht, in Bereichen des Lebens die nicht richtig verarbeitet wurden/ ein Wundenpunkt sind? Und wäre es daher nicht sinnvoller die Ursachen zu bekämpfen, statt Symptome zu "berauschen" und diese im Folge dessen auch erfolgreich zu ignorieren?

Wie willst du kontrollieren können, dass nur psychisch stabile Menschen Drogen konsumieren, und psychisch instabile entweder die Finger davon lassen, oder nur mit ärztlicher Betreuung konsumieren? Viele psychisch labile, mich inbegriffen, schaffen nicht mal den Gang zum Psychologen. Wer Drogen konsumieren will, findet Mittel und Wege - legal oder nicht legal. Wären sie legal, klar, gäbe es sowas wie z.B gestrecktes Gras nicht/ oder zumindest eher weniger, weil vieles dann über Richtlinien kontrolliert werden würde. Doch Richtlinien weisen auch Lücken auf - weißt du wie viel Geld z.B BIO-Unternehmen mit diesen Lücken in der Produktion von vermeintlichen "BIO-Produkte" weltweit sparen? So ist das in vielen Dingen, niemand würde mehr Arbeit + Kosten in ein Produkt reinstecken als nötig (insofern irgendwo gespart werden kann). Selbst wenn Drogen legal wären - dann wahrscheinlich noch weniger, weil vielleicht die Nachfrage größer werden würde. Dann heißt es nur noch: "wie produziere ich schnell und billig".

Wie stelle ich denn fest, ob ich mich selbst unter Kontrolle haben oder nicht? Ist alles einfacher gesagt. Gedanken kannst du nicht kontrollieren. Mein Trip auf Gras war positiv, bis mir jemand auf whatsapp schrieb mit dem ich negatives verband. Wie jeder weiß, intensiviert Gras Gefühle. Ich konnte gedanklich zwar noch die Kurve kriegen, aber diese kurze Erfahrung eines Negativtrips war absolut nicht schön. Und das obwohl ich positiv gestimmt und mit mir selbst im reinen war, weil Gedanken sich eben nicht ausschalten lassen. Süchtig bin ich nicht geworden, dennoch verbinde ich Festivals oder Partys damit und denke: "ah jetzt n joint wäre schon was feines". Normal ist das aucj nicht. Stehe mittlerweile auch zum Alkohol so, ist es nicht eher traurig seinen Spaß auf Veranstaltungen davon abhängig zu machen (zu wollen)?
 
Zuletzt geändert:

raini

Grünschnabel
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23.05.18
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Das klingt für mich nicht wirklich gesund 😬
Ob diese nicht doch irgendwelche Probleme runterschlucken? 🤔😝
Weiß nicht ob jeder Verbindungsstudent gleich ein psychisches Problem hat. Die haben das Kampftrinken bekanntermaßen fast erfunden, und das mehrfach wöchentlich. Viele dieser Leute bekleiden irgendwann betriebliche Führungspositionen. Aber das bestätigt auch noch meinen Punkt. Man kann auch Alkohol im Übermaß konsumieren, ohne dass gleich besorgniserregende Hintergründe vorliegen müssen, die mit Hilfe des Alkohols selbst behandelt werden.


Wer Drogen konsumieren will, findet Mittel und Wege - legal oder nicht legal. Wären sie legal, klar, gäbe es sowas wie z.B gestrecktes Gras nicht/ oder zumindest eher weniger, weil vieles dann über Richtlinien kontrolliert werden würde.
Hast du gut erkannt. Wie schon gesagt: Menschen die Drogen konsumieren wollen, tun dies auch. Das große Ziel der restriktiven Politik, Drogen zu verbieten, um damit die Bevölkerung zu schützen ist gescheitert. Jeder, der mit google umgehen kann, kann sich mit 1-2 Stunden Aufwand das komplette Drogensortiment wie bei Amazon aus dem Internet liefern lassen und muss nicht einmal mehr zum Dealer. Wäre es dann nicht besser, wenn objektive Aufklärung und bessere Unterstützung für Gelegenheitskonsumenten und diejenigen geleistet wird, die - wie du schon gesagt hast - wegen psychischer Probleme konsumieren, anstatt sie in der Gesellschaft auszugrenzen und ins Gefängnis zu stecken?

Wären sie legal, klar, gäbe es sowas wie z.B gestrecktes Gras nicht/ oder zumindest eher weniger, weil vieles dann über Richtlinien kontrolliert werden würde. Doch Richtlinien weisen auch Lücken auf - weißt du wie viel Geld z.B BIO-Unternehmen mit diesen Lücken in der Produktion von vermeintlichen "BIO-Produkte" weltweit sparen? So ist das in vielen Dingen, niemand würde mehr Arbeit + Kosten in ein Produkt reinstecken als nötig (insofern irgendwo gespart werden kann). Selbst wenn Drogen legal wären - dann wahrscheinlich noch weniger, weil vielleicht die Nachfrage größer werden würde. Dann heißt es nur noch: "wie produziere ich schnell und billig".
Ich weiß nicht wie Hutchs Position aussieht, aber ich bin nicht für eine Legalisierung sondern eine Entkriminalisierung aller illegalen Drogen. Genau eine solche Vermarktung von Drogen, wie es mit Alkohol und Tabak passiert, soll meiner Meinung nach vermieden werden. Stattdessen einfach niemanden mehr wegen ein paar Konsumeinheiten Psychadelika in den Knast stecken, wenn er nicht unter Drogeneinfluss andere gefährdet, sowie ein unabhängiges Prüflabor zur Reinheitskontrolle von synthetischen Drogen, wie es z.B. in der Schweiz schon länger praktiziert wird.



Wie stelle ich denn fest, ob ich mich selbst unter Kontrolle haben oder nicht? Ist alles einfacher gesagt. Gedanken kannst du nicht kontrollieren. Mein Trip auf Gras war positiv, bis mir jemand auf whatsapp schrieb mit dem ich negatives verband. Wie jeder weiß, intensiviert Gras Gefühle. Ich konnte gedanklich zwar noch die Kurve kriegen, aber diese kurze Erfahrung eines Negativtrips war absolut nicht schön. Und das obwohl ich positiv gestimmt und mit mir selbst im reinen war, weil Gedanken sich eben nicht ausschalten lassen. Süchtig bin ich nicht geworden, dennoch verbinde ich Festivals oder Partys damit und denke: "ah jetzt n joint wäre schon was feines". Normal ist das aucj nicht. Stehe mittlerweile auch zum Alkohol so, ist es nicht eher traurig seinen Spaß auf Veranstaltungen davon abhängig zu machen (zu wollen)?
Ich finde eher die momentane Situation beunruhigender. Das jemand der psychisch vorbelastet ist und vielleicht keine Selbstreflexion besitzt an Drogen kommen kann, wurde ja bereits etabliert. Dass diese Personen auch deutlich anfälliger für unerwünschte Reaktionen und Suchtgefahr sind ist auch korrekt. Wenn es nun zum äußersten kommt und die Person stark abhängig wird, oder psychische Schäden von sich trägt, ist es dann besser eine solche Person gesellschaftlich auszugrenzen und sie ins Gefängnis zu stecken, wenn sie mit einer verbotenen Substanz erwischt wird, oder sie als eine Person mit einem psychisch-medizinischen Problem zu sehen, die Hilfe benötigt und bei Kontakt mit der Polizei auch solche angeboten bekommt? Die Stigmatisierung durch Prohibition geht mittlerweile so weit, dass selbst Angehörige eines Abhängigen diesen aus der Familie ausschließen, weil er als Krimineller und nicht als Mensch mit einem medizinischen Problem angesehen wird. Wenn sich die gesellschaftliche Meinung über Abhängige ändert, so sind diese auch eher von sich aus geneigt Hilfe zu suchen.


Wenn du negative Erfahrungen mit Psychadelika gemacht hast und deswegen Abstand davon hältst, ist das mehr als dein gutes Recht und zeigt, dass deine Selbsteinschätzung gut funktioniert. Wenn du Respekt vor den Substanzen zeigst und dich richtig informierst, sind Komplikationen beim Erstkonsum minimal. Selbst bei erhöhten Risiken, auch von Substanzkonsum an sich abgesehen, bin ich trotzdem der Meinung, dass man volljährigen, mündigen Personen seine Freizeitaktivitäten nicht verbieten kann, wenn er damit andere Menschen nicht in Gefahr bringt. Es werden auch keine moralisch-ethischen Diskussionen über Motorradfahrer geführt, weil Autofahren doch um einiges sicherer ist. Das Individuum ist sich in der Regel um die Gefahren bewusst und nimmt diese in Kauf, was sein gutes Recht ist.

Wenn du auf einem Festival oder einer Party bist und dir denkst: "ein Bier wäre doch was feines", ist das dann auch nicht normal? Wenn du an deiner Hausarbeit sitzt, müde wirst und dir denkst: "ein Kaffee wäre jetzt was Tolles", ist das dann auch nicht normal? Wenn ein Fallschirmspringer nach seiner letzten Tour sofort den Drang verspürt noch einmal zu springen, ist das auch nicht normal?
Ich verstehe nicht, wieso so ein großes Drama über Menschen geführt wird, die für ihre eigene Unterhaltung ein gewisses und größtenteils vernachlässigbares Risiko eingehen. Umso besser, wenn sich beim Drogenkonsum die Risiken noch weiter minimieren lassen: Durch gute Aufklärung, saubere Substanzen und angemessene Dosiseinheiten etc.. Viele dieser Punkte sind aber momentan, vor allem der Politik verschuldet, ungenügend durchgeführt.


Man kann auch am Kinderspielplatz von der Schaukel fallen und sich das Genick brechen. Wann wird endlich aufgehört, sich auf die Risiken und Negativaspekte der illegalen Drogen zu verfressen, wenn sich genauso gefährliche legale Drogen im Umlauf befinden? Harm Reduction, SaferUse und medizinische Unterstützung für drogen-relatierte Probleme sollten eher den Fokus bekommen.
 

Nius

hatte das letzte Wort
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Viele dieser Leute bekleiden irgendwann betriebliche Führungspositionen
Was aber nicht heißt bzw. ausschließt, dass diese private Probleme, Sorgen, etc. haben. Können auch Arschlöcher sein :p
Leider bestätigen sich meine Beobachtungen immer wieder, dass gerade die "Kampftrinker" zu starker Arroganz, Egoismus und Ellenbogenmentalität tendieren, was im Gegensatz zum anderen Extrem (stark introvertiert, unsicher) in der freien Wirtschaft eben lieber gesehen wird.
 

raini

Grünschnabel
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Nunja könntest du Recht haben. Umgekehrt bedeutet es aber auch nicht, dass jeder, der in einer Studentenverbindung ist, seine "Probleme" mit Alkohol ertrinkt. Wäre mir auch neu, dass "Arschloch" eine psychologische Grunderkrankung ist und diese somit anfälliger für Substanzmissbrauch wären.
 

Amphiphilie

Kaiser
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Nunja. Wenn ich das mit der Resilienz-Theorie verknüpfe, dann könnte ich mir folgendes vorstellen:

Führungspositionen werden oft bekleidet von Leuten, die sehr strikt und autoritär sind. Die auf Fakten vertrauen und effizient arbeiten.
Dies müssen nicht zwingend negative Eigenschaften sein. Können es aber durchaus werden.

Sie können dazu neigen, psychischen Druck auszuüben. Dies kann z.B. in eigener Minderwertigkeit begründet liegen. Sie hatten in ihrem Leben immer den Druck mehr Leisten zu müssen, als sie eigentlich können. Sie kämpften sich also durch alles durch um das zu erreichen,w as sie nun erreichen.
Wenn nun einer ihrer Mitarbeiter eine Aufgabe nicht zu 100% erfüllt, könnte diese schlechte Leistung auf ihn zurückfallen. Aus dieser Angst heraus wird dann psychischer Druck auf den Mitarbeiter ausgeübt.

Es kann sein, dass eine solche Führungsperson sein Amt aus betrieblicher Sicht gut ausführt und stark respektiert wird.
Aber mag das Arbeitsklima gut sein? Ich mag es mal bezweifeln.

Und solche Situationen habe ich im Verwaltungstrakt oft schon beobachten können.

Die Obersten sind eher anti-Sozial eingestellt, arbeiten viel mit Druck, haben eine schlechte Fehlerkultur (Fehler dürfen nicht passieren und wenn doch, reiß ich dir den Kopf ab! Ich selber mache nie Fehler (und wenn doch, vertusche ich sie bestmöglich).
Sozial-Orientiert zu arbeiten heißt irgendwo auch betriebliche Schwäche, bzw wird oft damit assoziiert. Kein Wunder.
Wenn man nur nach den Bedürfnissen der Mitarbeiter arbeiten würde, kann es passieren, dass ein Unternehmen in sich zusammenfällt.


Aber das solche Führungspositionen keinen Knick in der Psyche haben, mag ich mal bezweifeln.

Sicherlich habe ich aber auch schon andere, sozial wärmere Chefs erlebt, wo sich das Klima auch positiv auf die Belegschaft ausgewirkt hat. Sprich, alles war so, wie es sein sollte.
 

Hutch

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Und wäre es daher nicht sinnvoller die Ursachen zu bekämpfen, statt Symptome zu "berauschen" und diese im Folge dessen auch erfolgreich zu ignorieren?
Du hast ein völlig falsches Bild von Drogen. Unter dem Einfluss bestimmter Substanzen beschäftigt man sich sehr wohl mit sich selbst, es ist kein "berauschen" wie bei Alkohol, der alles betäubt. Gerade LSD ist da ein gutes Beispiel. LSD ist für mich keine Rauschdroge, sondern pure Arbeit.

Dann heißt es nur noch: "wie produziere ich schnell und billig".
Nichts anderes ist es aber auch bei denjenigen, die die Drogen jetzt produzieren. Problem ist dabei, dass ihnen egal ist, wenn die Substanzen verunreinigt sind. Wenn aber der Ruf von (legalen) Produzenten dann dran hängen würde, ist das Ansporn genug, in guter Qualität zu produzieren.
Und ich stehe zu einer Legalisierung von Drogen ähnlich wie Raini. Entkriminalisierung wäre erstmal wichtig. Über eine Legalisierung kann man später immer noch sprechen, meiner Meinung nach sind wir im Moment nicht dafür bereit.

Und ja, wie Raini schon sagte: Du hast gut erkannt, dass Psychedelika nichts für dich sind - das ist auch stark so und da bist du vielen auch einen Schritt vorraus, die es nicht erkennen. Den Rest hat er auch schon gesagt, da brauch ich nicht nochmal meinen Senf dazu geben. :D
 

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