• #StayHome #BleibtGesund #nutzt die Corona-App #Masketragenistnichtuncool

Schulbesuch mit Angststörungen: Lösungen & Strategien (1 Viewer)

Rocky

Anfänger
Beigetreten
09.07.22
Beiträge
18
Glaubt ihr, dass bestimmte Ängste, die sich über die Jahre durch ein früheres Trauma verfestigt und aufgebaut haben, gelindert, abgeschwächt werden können, indem man z.B eine parallel befreundete Klasse derselben Schule besucht, und am dortigen Unterricht als "Gast" teilnimmt? Eine geschützte...
Bitte melde Dich an, um den Inhalt sehen zu können. Jetzt einloggen oder registrieren
 

Liam

Lebende Foren Legende
Beigetreten
21.05.18
Beiträge
5.874
Ort
VIBCCA
du willst also in deinen vertraute klassenverband zurück?
 
TE
TE
R

Rocky

Anfänger
Beigetreten
09.07.22
Beiträge
18
Genauso ist es, als Teil und Ergänzung einer kognitiven Verhaltenstherapie, in der alte Denkmuster beseitigt, und neue gefestigt werden sollen, Vorurteile abgebaut werden, sich mit Ängsten konfrontiert wird, das eigene Verhalten überarbeitet wird, und die besten Erfahrungen daraus, in meine jetzige Klasse mitgenommen werden. Mit anderen Worten, ich habe ernsthaft vorgeschlagen, gefühlt in ein Haifischbecken zu springen, und mir insgesamt zwei Klassen aufzuhalsen, aber ok ^^ Ich werde dort dieselben Ängste haben, aber den Vorteil der vertrauten Personen haben, das könnte es mir insgesamt sehr erleichtern.

Ich müsste dafür vielleicht 1-2 Stunden meiner Freizeit opfern, verlieren würde ich so nichts. Aber ob das natürlich überhaupt erst genehmigt wird, und man das aus Sicht der Schule überhaupt zulassen würde, steht halt auch nochmal auf einem anderen Blatt. Auch wenn ich persönlich da keine Einwände sehe, da es sich um die ein und dieselbe Schule handelt, und ich kein Außenstehender bin. Was das angeht, werde ich demnächst auch ein Gespräch dazu haben. Und dann muss es natürlich stundenplanmäßig auch miteinander passen.
 

Liam

Lebende Foren Legende
Beigetreten
21.05.18
Beiträge
5.874
Ort
VIBCCA
Klingt kompliziert. Wenn ich das aber richtig verstehe im grunde wäre es also einfacher gewesen im vertrauten klassenverband zu bleiben, anstatt die herausforderung zu suchen, weil die alte klasse eh schon herausforderung genug darstellte. Aber da ich verwirrt bin, kann ich auch total falsch liegen. Inwieweit wirst du dabei zeitnah betreut?

Aber viel Glück, dass du zwischen den Klassen switchen kannst.
 
TE
TE
R

Rocky

Anfänger
Beigetreten
09.07.22
Beiträge
18
Es wird nicht gewechselt, aber im Idealfall werde ich in zwei Klassen unterrichtet.
Klingt kompliziert. Wenn ich das aber richtig verstehe im grunde wäre es also einfacher gewesen im vertrauten klassenverband zu bleiben
Eigentlich ganz und gar nicht kompliziert. Ja es wäre einfacher gewesen, aber die müssen ja auch nicht wiederholen, wie ich. Ist doch klar, dass man das dann abtrennt. Das hat nichts damit zu tun, dass man rgendeine Herausforderung sucht, die Klassen wurde zum Beginn des neuen Jahres automatisch neu zugeteilt.

Inwieweit wirst du dabei zeitnah betreut?
Diesen Freitag schlage ich die Idee vor. Dann habe ich entweder Glück, und man lässt mich da unbewertet mitmachen, was gleichzeitig Konfrontationstherapie ist, und dann habe ich meine jetzige Klasse, und vielleicht zusätzlich von ihr, 2-4 Std. in einer anderen Klasse in der Woche. Abgestimmt wird es danach mit Sozialpsychiatrischer Dienst, Schulsozialarbeit, und betreuen und unterstützen, das tun eigentlich so gut wie alle Lehrkräfte, mit denen ich zu tun habe.

Es kann aber auch sein, dass das aus bestimmten Gründen halt auch gar nicht geht, zugelassen wird, genehmigt wird, muss man eben auch bedenken. Dann hat sich das Thema sowieso erledigt, und es muss für mich eine andere Lösung gefunden werden, um mit den Ängsten durch das damalige Trauma fertig zu werden, sodass ich wieder psychisch in der Lage sein werde, täglich ohne Einschränkung die Schule besuchen zu können.
 

ConAction Streetwork

Nachwuchsspammer
Beigetreten
15.01.19
Beiträge
34
Mehr ...  
Geschlecht
divers
Hey Rocky,

ich finde es super stark, dass du dich deinen Ängsten stellst. Da bist du auf dem besten Weg, sie zu überwinden. Ich drücke dir die Daumen, dass es klappt mit deiner Idee. Wenn du mal Redebedarf hast, oder es noch Schwierigkeiten gibt, kannst du dich gerne melden.

Alles Liebe,
ConActionStreetwork
 
TE
TE
R

Rocky

Anfänger
Beigetreten
09.07.22
Beiträge
18
Finde ich selber auch, auch wenn ich mich aktuell öfter als üblich frage, ob ich nun völlig wahnsinnig geworden bin, jetzt auf einmal so ins kalte Wasser springen zu wollen.

Einerseits habe ich total Bammel davor, dass meine Idee einfach mit einem simplen Nein morgen abgewiesen wird, wegen welchen Gründen auch immer, aber anderseits habe ich auch höllisch Angst davor, dass ich mich jetzt wirklich solch einer Konfrontation aussetze, und das bewusst und in eigener Sache.

So nervös wie vor morgen, war ich die ganzen letzten 6 Monate nicht, weil mir diese Idee, diese Strategie unfassbar viel bedeutet, ich mir sehr viele Gedanken darüber gemacht habe, und ich da auch Hoffnung drin sehe, dass ich, wenn das so klappt, wie ich es mir vorstelle, meine Ängste ein für alle Mal überwinden kann, ich ohne Angst-Symptome zur Berufsschule gehen kann, und ich zum Ende des Schuljahres gesund versetzt werden kann.
 
Zuletzt geändert:
TE
TE
R

Rocky

Anfänger
Beigetreten
09.07.22
Beiträge
18
Das ist aktuell sehr schwer zu beurteilen, einzuschätzen.

Ich habe für mich aber festgestellt, dass ich mit meiner Erkrankung inzwischen deutlich besser klarkomme. Was mir damals passiert ist, angetan wurde, habe ich, so wie es ist, für mich inzwischen endgültig akzeptiert. Das war sehr lange ein sehr kritisches Thema für mich, weil ich auch sehr lange die Schuld mir selbst gegeben habe, gerade weil man mir es damals auch immer wieder so vermittelt und eingeredet hat. Es war halt damals für gewisse Personen einfacher, es auf mein Selbstbewusstsein und mich zu schieben, als sich der Menschen anzunehmen, die mich damals zerstören wollten und terrorisiert und verfolgt haben. Es gibt dafür keine einzige Rechtfertigung, und die ist schon gar nicht bei mir zu suchen.

Mit meiner jetzigen Schule kann ich mich nicht beschweren. Man hat dem Plan tatsächlich zugestimmt, ich werde jetzt in zwei Klassen unterrichtet. Einmal in meiner jetzigen, und einmal in meiner alten Klasse. Die Stunden finden zusätzlich in meiner Freizeit statt, oder lösen andere Stunden in meinem Stundenplan ab, die ich dann daheim nacharbeite.

Es ist immer noch die Hölle zur Schule zu gehen. Ich habe immer wieder das alte Umfeld im Kopf und sehe in jedem, der mir begegnet, eine potenzielle Gefahr für mich. Aber mit meiner alten Klasse ist es inzwischen erträglich, weil ich weiß, dort passiert mir nichts. Und dadurch packe ich auch die anderen Stunden, in meiner eigentlichen Klasse. Und falls es körperlich zu heftig wird, mir schlecht wird, habe ich mittlerweile bestimmte Rückzugsorte innerhalb der Schule, wo ich auch mal 2 Schulstunden mich reinsetzen und Zeit verbringen kann, und erst mal wieder herunterkommen kann.

Hatte bei meinem ersten Tag in der zweiten, zusätzlichen Klasse wirklich kurz an mir gezweifelt, ob ich den Verstand verloren habe, oder nun völlig irre bin. Da sitzen fast über 30 Leute drin, und ich lasse mich da trotz des Traumas einfach mal zuteilen. Na ja habs überlebt, werde es überleben, und ich ziehe es weiter durch. Hilft ja alles nichts. Irgendwann wird es auch im Kopf mal ankommen, dass es nicht mehr das damalige Umfeld ist, und bis dahin stelle ich mich ganz einfach weiterhin stur meinen Ängsten. Anders kommt man da nicht durch oder raus, schon gar nicht, wenn man wieder gesund werden will. Da müssen die alten Gedanken und Vorurteile weg.
 

Users who are viewing this thread

Top