Ich hab bei manchen Leuten 5 "Outings" hinter mir. Ich zähle dazu alle dinge die stark Vorurteils belastet sind. Für mich macht es keinen großen Unterschied ob ich mich als das eine oder das andere oute. Der Stress und die Angst vor Ablehnung sind immer die selbe. Bei den letzten beiden sogar noch mehr als bei den ersten Punkten. Bei mir wären die Dinge das das ich Autist*in bin, zuerst das ich Schwul bin, dann im weiteren Findungsprozess das ich Pansexuell/romantisch bin, dann das ich Kinky bin und jetzt erst nach längerem struggle das ich Nicht Binär bin.
Ich bin mit allem öffentlich geoutet, d.h. wenn es im Gespräch dazu kommt oder mich jemensch fragt, oute ich mich und wer´s nicht wissen will fragt einfach nicht danach.
Das war mal anders. Gerade mit der neuen aufregenden Erkenntnis das ich Gay bin hat mich früher unter Druck gesetzt mich zu outen, weil ich das Gefühl hatte etwas zu verheimlichen. Hat sich mittlerweile sehr gebessert. Gut zugegeben wenn eins das Flaggen zeigen auf Kleidung oder so als Outing sieht dann vermutlich immer noch nicht XD aber ich denke nicht das eins Expression als Outing sehen kann.
Als erstes hatte ich mich vor meinen besten Freunden geoutet die das absolut nicht interessiert hat. Meine Eltern waren mit allem zum Glück auch mega accepting und so und es tut mir immer wirklich wirklich leid wenn andere Menschen nicht dasselbe haben. Es kamen hier und da ein paar Fragen auf aber das war`s.
Erklärungen hat es fast immer gebraucht. Vorallem bei so dingen wie Autismus, Trans*identität und Kink gibts halt absolut viel Fehlinformation und Vorurteile. Ich weis nicht wie oft ich schon erklären musste das ich NICHT wie Rainman bin und das die Vorlage, Kim Peak; auch garkein Autist war und das der Film irgendwie auch wieder den Ableistischen Retter*inkomplex befeuert ´

naja. Aber ich hatte bisher noch nie *schlechte Erfahrungen*
Bei mir war das zum Glück immer.. sehr Moderat. Kann sein das das auch damit zusammenhängt das ich mich viel mit Leuten umgebe die schon von Natur aus toleranter sind. Vor ein paar Jahren stand ich mal in einem Kreis von ca 10 Leuten zusammen und wir haben festgestellt das keins von uns *nicht* queer ist.
Es war bisher immer eine Erleichterung. Ein Outing bedeutet immer das eins sich nicht mehr Verstecken muss. Und vor allem das Leute die eins potentiell gefährlich werden können ausgesiebt werden. Es gab ein paar Situationen die halt so waren das ich dann wusste das ich mich von der Personengruppe lieber fern halte und so.
Ich war auch schon "Empfänger*in" aber für mich hat sich nie was geändert. Überraschungen waren schon teilweise dabei aber nie irgendwas was Schlimm gewesen wär. Ich freue mich meistens über das Vertrauen.